Stress durch Wasserschaden

Wie konnte es nur passieren? Der Schlauch ist gerissen, die Verbindung zum Wasserhahn abgesprungen. Manchmal ist es auch die Waschmaschine, die undicht ist oder der Regenwasserschacht hat die Wassermassen nicht fassen können und setzte somit alles unter Wasser. Wasserschäden werden täglich in dutzenden Wohnungen registriert. Wichtig ist, dass nun schnell reagiert wird, damit der Normalzustand zügig wieder hergestellt werden kann.

Der Wasserstopp

Eine Waschmaschine befindet sich in Deutschland in den meisten Haushalten. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass diese auch korrekt angeschlossen sind. Und doch kann es passieren, dass der Zulaufschlauch, ohne dass wir es bemerken, vom Wasserhahn abrutscht. Um einem Schaden vorzubeugen, wird nicht nur von den Herstellern empfohlen, einen Aqua-Stopp zwischen Wasserhahn und Schlauch zu montieren. Rutscht der Schlauch von diesem ab, wird kein Wasser mehr weitergeleitet. Es bleibt also trocken. Viele Hersteller bieten mittlerweile nur noch Waschmaschinen mit Aqua-Stopp an.

Was passiert, wenn der Wassereinbruch für einige Tage unbemerkt bleibt, etwa im Keller?

Schnell sind die Dinge, die direkt auf dem Fußboden stehen und somit als erstes mit dem Wasser in Kontakt kommen, durchgeweicht. Andere hingegen können noch schnell, weil sie oberhalb der Wasseroberfläche gelagert wurden, ins Trockene geschaffen werden. Natürlich gilt es auch für größere Gegenstände, wie Tische und Stühle sowie Möbelstücke, die recht leicht aus der Gefahrenzone geschaffen werden können und „nur“ durchtrocknen müssen.

Ein wichtiger Punkt sind die elektrischen Geräte. Nachdem die Sicherung für diesen Raum herausgenommen wurde, sind alle elektrischen Geräte sofort von der Stromversorgung zu trennen.

Für alles, was längere Zeit dem Wasser ausgesetzt ist, heißt es im Anschluss nicht immer nur trocknen. Tapeten können beginnen, ab zu blättern bzw. sich auf zu rollen. Holzleisten biegen sich. Laminat verformt sich im Gegensatz zu echten Parkettdielen. Diese ziehen Wasser, sind aber sehr oft nach einer Trocknungsphase wieder voll einsetzbar, müssten aber eventuell neu abgeschliffen und versiegelt werden. Betonsockel können bei längerem Wassereinfluss ebenfalls aufweichen und zum Teil in der Trocknungsphase stark abbröckeln.
Je länger das Wasser im Raum verbleibt, desto höher klettert die Feuchtigkeit auch die Wände empor. Unentdeckt kann dies die Geburtsstunde eines Schimmelpilzes werden, der sich später unbekümmert ausbreitet.

Die Versicherung

Um der Versicherung so schnell wie möglich Bericht zu erstatten, ist es sinnvoll, Fotos von der gesamten Situation zu machen, bevor man mit den Aufräumarbeiten beginnt. Ebenso sollte man darauf bestehen, dass ein Sachverständiger sowie eine entsprechende Firma per sofort zum Einsatzort geschickt wird, damit die Behebung des Schadens im Sinne der Versicherung sofort in Angriff genommen wird. Alle Wiederherstellungsarbeiten sollten mit dieser abgestimmt werden, damit sie den Schaden so weit wie möglich übernimmt.

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