MOVA A10 Poolroboter Test

Mova A10 Poolroboter Test: sehr gut aber nicht perfekt

Wer einen eigenen Pool im Garten hat, der weiß: Die Reinigung kann eine echte Sisyphusarbeit sein. Und wenn man nichts macht, hat man auch mal schnell einen grünen Pool. Deshalb schauen wir uns heute ein Gerät an, das uns diese Arbeit abnehmen soll. Ich habe den neuen MOVA A10 Poolroboter in den letzten sechs Wochen ausgiebig auf Herz und Nieren geprüft – und zwar nicht unter Laborbedingungen, sondern im echten Praxiseinsatz in drei völlig unterschiedlichen Pools. Das Gerät wurde mir für diesen Test zwar vom Hersteller zur Verfügung gestellt, aber ihr kennt mich: Hier wird nichts schöngeredet.

Ihr bekommt wie immer mein absolut ehrliches, objektives Fazit und erfahrt ganz genau, wo die Stärken und wo die Schwächen des Roboters liegen.

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MOVA A10 mit sehr guter Verarbeitung

Schon beim Auspacken wird klar, dass der MOVA A10 kein billiges Spielzeug ist. Der erste Gesamteindruck ist extrem positiv, denn das Gerät ist hervorragend verarbeitet. Rein von der Haptik und der Materialqualität her könnte es sich hier locker um einen Roboter aus der gehobenen 1.000-Euro-Klasse handeln. Tatsächlich bewegt er sich preislich je nach Angebot aber eher zwischen 399 und 699 Euro, was ihn auf dem Markt sehr konkurrenzfähig macht.

Verarbeitung des MOVA A10
Der MOVA A10 ist sehr gut verarbeitet und kein Fliegengewicht

Lieferumfang des MOVA A10 Poolroboter

Im Lieferumfang ist neben dem recht stattlichen Roboter selbst alles dabei, was man für den schnellen Start braucht: Eine kompakte Schnellanleitung, die für den täglichen Betrieb vollkommen ausreicht, ein ausführliches Handbuch, das passende Ladekabel, der Standard-Filterkorb sowie ein praktischer Hakenaufsatz, mit dem man den Roboter später einfach mit einer klassischen Poolstange aus dem Wasser fischen kann. Aufgrund seiner soliden Bauweise bringt er natürlich ein gewisses Eigengewicht auf die Waage und ist relativ groß, was in dieser Leistungsklasse allerdings völlig normal ist.

Lieferumfang des MOVA A10

Technisches Daten des MOVA A10

Werfen wir einen genauen Blick auf die technischen Daten, denn hier klotzt der MOVA A10 ordentlich ran. Das absolute Highlight ist die brachiale Saugleistung von satten 22.700 Litern pro Stunde. Damit hat das Teil im Wasser spürbar Power und saugt mühelos alles ein, was ihm in die Quere kommt. Unterstützt wird diese Kraft von einer modernen KI-Navigation. Der Roboter fährt also nicht nach dem Chaos-Prinzip blind hin und her, sondern scannt den Poolboden systematisch mit mehreren Sensoren ab, um optimale Reinigungsmuster zu berechnen. So wird sichergestellt, dass wirklich jede Ecke erfasst wird.

Technische Daten vom Poolroboter MOVA A10

An den Rädern befinden sich zudem kleine, seitliche Rollen, die dafür sorgen, dass er extrem präzise an Rändern und Kanten entlanggleiten kann. Laut Hersteller ist das Gerät für eine Poolfläche von bis zu 180 Quadratmetern ausgelegt – auf der Verpackung stehen 150 Quadratmeter. Dieser Wert variiert letztlich ein bisschen, je nachdem, welches Reinigungsprogramm gewählt wird. Ein riesiger Pluspunkt für viele Poolbesitzer:

Der MOVA A10 ist explizit salzwassertauglich.

Der Hersteller garantiert, dass alle relevanten Bauteile dauerhaft korrosionsgeschützt sind. Auf der Rückseite befindet sich die Ladebuchse, die mit einem robusten Gummistopfen abgedichtet ist. Die Ladezeit beträgt bei komplett leerem Akku etwa drei bis vier Stunden, was absolut im Rahmen liegt.

MOVA A10 Test auch ohne App möglich

Besonders flexibel zeigt sich der Roboter bei der Bedienung. Die wichtigsten Kernfunktionen lassen sich nämlich komplett ohne App-Installation direkt am Gerät über Tasten steuern. Hier kann man zwischen drei Basis-Modi wählen: Nur die oberen Ränder reinigen, den Boden und die Ränder reinigen oder ausschließlich den Boden säubern. Wer allerdings das volle Potenzial und alle Features nutzen möchte, kommt um die herstellereigene App nicht herum. Die Einrichtung und die Bluetooth-Verbindung funktionieren schnell und unkompliziert. Aber hier direkt ein kleiner, technischer Fun Fact, den viele vielleicht nicht auf dem Schirm haben:

Bluetooth-Signale können Wasser physikalisch bedingt nicht durchdringen. Das bedeutet, sobald der Roboter einmal im Wasser abgetaucht ist und arbeitet, ist keine Live-Steuerung oder Programmänderung per App mehr möglich. Er arbeitet sein gewähltes Programm dann völlig autonom ab.

Für die Sicherheit hat der Hersteller außerdem eine Absturzsicherung integriert. Wenn ihr flache Bereiche im Pool habt, könnt ihr festlegen, dass er nur dort reinigt, sodass er nicht ungewollt in tiefere Zonen vordringt.

Praxistest des MOVA A10 Poolroboter

Im ersten Praxistest musste der MOVA A10 in einem klassisch eingelassenen, rechteckigen Pool mit den Maßen 3×6 Meter ran – quasi die Standard-Konfiguration in vielen deutschen Gärten. Die Handhabung ist denkbar einfach: Per Bluetooth verbinden, Programm in der App auswählen, Start drücken und den Roboter ins Wasser gleiten lassen. Ab diesem Moment übernimmt die Maschine.

KI Mapping beim MOVA A10

Der MOVA A10 erstellte beim Fahren eine virtuelle Karte des Pools und reinigte die Flächen extrem systematisch. Spannend wurde es an einer halb abgerundeten Treppe. Hier verlor der Roboter kurzzeitig die Orientierung, was ein völlig normales Verhalten bei modernen Poolrobotern ist. Er schaltete sofort seinen Jetmotor auf maximalen Schub, um den nötigen Anpressdruck an der Stufe zu halten, fing sich nach einer kurzen Bedenkzeit wieder und setzte seine Arbeit fort, ohne stecken zu bleiben.

Eine weitere Besonderheit dieses Pools war eine zusätzliche Kante unterhalb der Wasseroberfläche. Auch diese Hürde meisterte er mit Bravour, kletterte ohne Probleme hoch und säuberte die Wasserlinie gründlich. Nach exakt 50 Minuten habe ich den Roboter für eine Zwischenbilanz aus dem Wasser geholt. Das Ergebnis auf dem Display: Er hatte in dieser kurzen Zeit bereits stolze 14.460 Liter Wasser gefiltert und der Akku stand immer noch bei satten 82 %. Die Herstellerangabe von bis zu vier Stunden Akkulaufzeit ist also absolut realistisch, wenn man vorrangig den Boden reinigt. Bei intensiver Wandreinigung verkürzt sich die Laufzeit naturgemäß ein wenig, bleibt aber immer noch auf einem Top-Niveau.

Poolleiter sind kein Problem

Der zweite Test fand in einem achteckigen Pool statt. Auch hier gab es an den geraden Wänden keinerlei Probleme. Der Roboter kletterte zügig bis ganz nach oben an die Kante, reinigte sie und fuhr anschließend – im Gegensatz zum ersten Pool – ganz langsam und kontrolliert wieder zum Boden zurück, anstatt sich einfach fallen zu lassen. Das zeigt, wie gut die Sensorik auf die jeweilige Poolform reagiert. Auch das Thema Poolleitern haben wir überprüft. Im achteckigen Pool stand eine recht schmale Leiter direkt im Wasser. Der MOVA A10 erkannte sie zuverlässig als Hindernis, umfuhr sie geschickt und reinigte den Bereich drumherum gründlich. Selbst wenn er sich mal an einer Leiter etwas festfährt, ist die Programmierung intelligent genug, dass er sich durch geschickte Rangiermanöver immer wieder selbstständig befreit. Durch seine flache Bauweise schaffte er es in einem Fall sogar, hinter der Leiter die Wand hochzufahren.

MOVA A10 umfährt eine Poolleiter

Kleine Probleme bei Frame Pools

Dann kam der Härtetest bei mir zu Hause, und hier habe ich keine Rücksicht genommen. Da es mein eigener Pool ist, habe ich erst mal ordentlich Dreck und kleine Steinchen hineingekippt und abwarten lassen, bis sich alles am Boden absetzt. Bei meinem Pool handelt es sich um einen klassischen Intex-Aufstellpool (Frame-Pool), und hier stieß der Roboter manchmal an seine konzeptionellen Grenzen.

Die reine Bodenreinigung war absolut makellos. Dank der enormen Saugleistung war der absichtlich hineingeworfene Dreck in kürzester Zeit komplett verschwunden. Das Problem liegt hier jedoch in der Bauweise von Aufstellpools. Diese besitzen in der Regel keine harten, exakten 90-Grad-Winkel beim Übergang vom Boden zur Wand, sondern flexible, nach innen gewölbte Folien und Haltestangen. Die KI-Sensorik des Roboters tut sich hier extrem schwer zu erkennen, wo der Boden aufhört und die Wand anfängt. Er versucht zwar die Wände hochzufahren, verliert aber durch die Wölbungen der Folie schlichtweg den Grip und rutscht ab. Wer also hofft, dass dieser Roboter die Wände eines klassischen Aufstellpools perfekt reinigt, wird enttäuscht werden – das liegt jedoch nicht am Gerät selbst, sondern an der flexiblen Bauart dieser Pools, mit der fast alle Wandkletterer auf dem Markt Probleme haben.

MOVA A10 Poolroboter mit Problemen

MOVA A10: so schnell reinigst Du den Poolroboter

Nach getaner Arbeit steht die Reinigung des Roboters an, und die hat der Hersteller wirklich clever gelöst. Man öffnet einfach die obere Klappe am Gehäuse und kann das Filtersystem mit einem Handgriff entnehmen. Im Inneren arbeitet ein zweistufiges System: Es gibt einen großen Hauptfilterkorb für den groben Schmutz und einen kleineren Vorfilter, in dem sich ebenfalls einiges verfängt. Selbst nach einer knappen Stunde in einem optisch sauberen Pool ist es erstaunlich, wie viel feiner Dreck, Haare und Algenrückstände im Filter landen. Die Säuberung ist ein Kinderspiel: Einfach mit dem Gartenschlauch abspritzen, bis das Wasser wieder klar durchläuft, und schon ist der Roboter bereit für den nächsten Einsatz. Wer extrem feinen Staub oder Pollen im Pool hat, kann sich im Zubehörhandel gegen Aufpreis noch einen speziellen Feinfilter dazukaufen, der noch gründlicher filtert.

Sieb vom MOVA A10

Fazit zum A10 Poolroboter von MOVA

Mein ehrliches Fazit zum MOVA A10: Wenn ihr einen fest eingebauten Pool, einen Betonpool oder einen GFK-Pool mit klaren, geraden Wänden und harten Kanten besitzt, ist dieser Roboter eine absolute Kaufempfehlung. Die Saugleistung ist phänomenal, die Akkulaufzeit hält, was sie verspricht, und die Verarbeitung ist auf Top-Niveau. Ihr bekommt hier ein echtes Arbeitstier, das den Pool makellos sauber hält. Wenn ihr allerdings einen klassischen Intex- oder Bestway-Aufstellpool habt, müsst ihr euch darüber im Klaren sein, dass der MOVA A10 für euch ein reiner, wenn auch extrem starker, Bodenreiniger ist. Die Wände wird er bei euch konstruktionsbedingt nicht sauber machen.

Wie seht ihr das? Habt ihr schon Erfahrungen mit KI-gesteuerten Poolrobotern gemacht? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare, lasst ein Like da und abonniert den Kanal, wenn ihr kein Testvideo mehr verpassen wollt.

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