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Woran erkenne ich guten Boden im Garten – Gartenboden Check für zuhause

Wenn man etwas in seinem Garten pflanzen möchte, sollte man wissen, ob der eigene Gartenboden dafür überhaupt geeignet ist. Doch woran erkennt man zuhause schnell und einfach, was man für einen Gartenboden hat und was ist eigentlich ein guter Boden?

Was ist ein guter Boden im Garten?

Dazu muss man erst einmal grob verstehen, aus was unser Gartenboden besteht. Grundsätzlich besteht jeder Boden aus organischen und mineralischen Substanzen. Die mineralischen (also anorganischen) Substanzen sind z.B. kleine Gesteinsstücke, Minerale und Salze. Die organischen Teile im Boden sind ehemals lebendige Sachen wie Pflanzen, Gras, kleine Tiere etc., die jetzt zersetzt bzw. teilzersetzt im Boden sind.

Ob ein Gartenboden gut ist, hängt also davon ab, wie gut das Verhältnis der einzelnen Bestandteile im Boden ist.

Ich habe mal geschaut, ob ich eine Übersicht über die Bodenqualität in Deutschland finde und bin dabei auf die Karte vom Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe gestoßen. Nachfolgende Karte zeigt, wo in Deutschland besonders fruchtbarer Boden zu finden ist:

Wo ist guter Boden in Deutschland

Quelle: BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe)

Schaut man sich die Grafik an, müsste man denken, dass in der Hälfte des Landes kaum was wachsen kann. Dem ist glücklicherweise nicht so. Wir wohnen im Berliner Speckgürtel und haben entsprechend nicht besonders fruchtbaren Gartenboden. Trotzdem wächst hier so ziemlich alles was wir einpflanzen und gießen.

Qualität des Gartenbodens selbst bestimmen

Ich habe mal geschaut, ob ich ohne eine teure Laborproben einen ersten Eindruck von der Qualität meines Gartenbodens bekommen kann. Dazu habe ich im Internet etwas recherchiert und viele Tipps für einen Gartenboden Test für Zuhause gefunden.

Grundsätzlich kannst Du Deinen Gartenboden sehr schnell und leicht testen. Dazu nimmst Du einen Spaten und holst etwas Erde aus dem Boden. Am einfachsten ist es, wenn Du die Erde aus dem Loch mit der Hand rausholst. Dann nimmst Du etwas Wasser und feuchtest die Erde leicht an. Die soll auf keinen Fall im Wasser schwimmen 🙂

Welchen Gartenboden habe ich?

Bei uns sind drei unterschiedliche Bodenarten gängig:

  1. Sandiger Boden
  2. Lehmiger Boden
  3. Toniger Boden

Jetzt nimmst Du Deinen Boden und versuchst daraus eine kleine Rolle oder einen Kugel zu formen. Wenn das gar nicht funktioniert und deine Konstruktion direkt auseinanderfällt, dann hast Du mit großer Sicherheit einen sandigen Boden, wie ich hier bei mir. Funktioniert es etwas und Du kriegst halbwegs eine Kugel oder eine Rolle hin ohne dass diese besonders fest ist, dann ist es ein eher lehmiger Boden. Kannst Du die Sachen recht gut mit der angefeuchteten Erde formen, dann handelt es sich wahrscheinlich um einen tonigen Boden.

PH Wert des Bodens bestimmen

Um den PH Wert eines Gartenbodens zu bestimmen, musst Du heute kein Chemiker mehr sein. Im Baumarkt und online gibt es jede Menge PH Bodenwert Bestimmer, die Du für weniger als 10,- Euro bekommst und innerhalb weniger Minuten zuhause selbst den PH Wert Deines Bodens bestimmen kannst.

Möchtest Du etwas mehr über Deinen Boden wissen, empfehlen sich digitale Bodentester aus dem Internet. Diese sind günstiger als im Laden und können Dir weitere Werte wie z.B. Feuchtigkeit etc. zum Boden zeigen.

Kleiner Tipp: Lasst die Finger von den ganz billigen Amazon China Produkten – viele Bewertungen dort sind gefaked und die Teile taugen nix.

Welcher Gartenboden ist der Beste?

Jede Bodenart hat ihre eigenen Eigenschaften, die sowohl Vor- als auch Nachteile haben.

Sandiger Boden

Sandige Böden haben den Vorteil, dass diese sehr locker und stark wasserdurchlässig sind. Dadurch bildet sich keine Staunässe. Was auf der einen Seite Vorteile sind, können auf der anderen Seite auch nachteilige Eigenschaften sein. Durch seine lockere Beschaffenheit kann sandiger Boden kein Wasser und vor allem kaum Nährstoffe speichern. Dies ist auch der Grund, wieso ich bei uns lieber den Rasen lüfte statt vertikutiere.

Um einen sandigen Boden zu verbessern, kann man Kompost einarbeiten. Dadurch kann die Erde mehr Wasser und Nährstoffe speichern.

Lehmiger Boden

Ihr habt einen lehmigen Boden? Glückwunsch, dann habt ihr die besten Voraussetzungen für einen schönen und gesunden Garten. Lehmiger Boden ist eine Mischung aus sandigen und tonigen Böden und von der Beschaffenheit als optimal einzustufen. Er ist nicht fest genug, um Staunässe zu erzeugen aber nicht locker genug, damit alles direkt weiter durchsickert. Ähnlich verhält es sich mit den Nährstoffen. Diese halten sich wesentlich länger als bei sandigen Böden. Hier müsst ihr nicht zwingend den Boden noch weiter verbessern.

Toniger Boden

Ein Toniger Boden ist recht „schwer“. Das liegt vor allem daran, dass die Erde sehr fein ist und sehr wie Kleber aneinander klebt. Das hat natürlich den Vorteil, dass viel Wasser und Nährstoffe gespeichert werden können. Dadurch, dass die Erde jedoch so stark verdichtet ist, fließt das Wasser nur langsam ab und es kann sich Staunässe bilden. Zudem erhält ein toniger Boden nur wenig Sauerstoff in der Erde.

Habt ihr einen tonigen Boden und wollt ihm etwas Gutes tun? Dann mischt etwas Kies unter die Erde. Das lockert den tonigen Boden etwas auf und versorgt ihn besser mit Sauerstoff.